Wie funktioniert Physiotherapie?

Physiotherapie bezieht sich meist nur auf bestimmte Teilbereiche des menschlichen Körpers und verlangt ein Wissen über menschliche Anatomie und Physiologie, aber auch über Trainingslehre und Sportpädagogik.

Behandelt werden akute und chronische Schmerzen oder Funktionseinschränkungen im Bewegungsapparat, aber auch Erkrankungen von Nerven, Herz, Gefäßen, Stoffwechsel oder Atemwegen. Dazu werden die betroffenen Körperstellen Reizen wie Druck, Wärme, Kälte, passiven oder aktiven Bewegungen ausgesetzt.

Diese Reize wirken auch in der normalen Umwelt des Menschen, dort jedoch nur zufällig. In der Physiotherapie werden sie hingegen gezielt auf den jeweiligen Zustand des Patienten und seines Gewebes abgestimmt.
Kann ein Mensch beispielsweise seinen Kopf nicht mehr richtig drehen, weil er viel am Computer arbeitet, können Massagen, Wärme und Dehnübungen helfen, die verkürzten Muskeln wieder beweglich zu machen.

Physiotherapie kann auch andere Behandlungsmaßnahmen dabei unterstützen, körperliche Defizite zu beheben. Sind beispielsweise nach einer Meniskusoperation im Knie die Beinmuskeln geschwächt, können sie durch gezielte Übungen schneller wieder aufgebaut werden.

Um zu verhindern, daß die gleiche Erkrankung wieder auftritt, kann Physiotherapie auch vorbeugend eingesetzt werden. Dies gilt natürlich ebenso zur Prävention von Erstschäden und strukturellen Veränderungen am Bewegungsapparat, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.