Wie funktioniert Osteopathie?

Osteopathie bezieht sich immer auf den gesamten Körper und verlangt ein detailliertes Wissen über Anatomie, Physiologie, Biochemie und Biomechanik des Menschen. Behandelt wird vor allem an drei Bereichen des Körpers: Skelett-System, Organ-System und Kopf-Kreuzbein-System.

Jedes dieser drei Systeme braucht seine spezifische Beweglichkeit, um optimal zu funktionieren und beeinflußt die anderen Systeme. Ist die Beweglichkeit eines Systems blockiert oder gestört, wirkt sich das auch auf die anderen aus. Beispielsweise kann ein chronisches Atemproblem entstehen, wenn das Zwerchfell (der Atemmuskel zum Ein- und Ausatmen) zu hoch sitzt und sich die umliegenden Organe deshalb nicht richtig bewegen können.

Um Schmerzen zu lindern und Einschränkungen der Beweglichkeit zu beseitigen, muß ein Osteopath zuerst ihre Ursache herausfinden. Dazu befragt er den Patienten ausführlich und tastet vorsichtig dessen Körper ab. Hat der Osteopath den Auslöser der Beschwerden gefunden, stellt er anschließend die optimale Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit aller drei Systeme wieder her.

Dies geschieht durch verschiedene Griff-, Massage- und Berührungstechniken, aber auch spezielle Dehn- und Kräftigungsübungen. Dadurch lösen sich Blockaden und Spannungen in Muskeln, Gelenken, Organen und Gefäßen. Blutkreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, Gewebe und Zellen optimal mit Nährstoffen versorgt und Schadstoffe abtransportiert.

Bei manchen Erkrankungen kann darüberhinaus auch eine Umstellung von Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sinnvoll sein.